{"id":30903,"date":"2022-10-20T15:02:36","date_gmt":"2022-10-20T13:02:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.def-shop.com\/de\/magazin\/?p=30903"},"modified":"2022-10-20T15:45:39","modified_gmt":"2022-10-20T13:45:39","slug":"yeezy-und-adidas-vor-der-trennung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.def-shop.com\/magazin\/yeezy-und-adidas-vor-der-trennung\/","title":{"rendered":"Yeezy und adidas: Trennung einer Milliardenehe?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>M\u00e4rchen mit Crappy End? Das drohende Ende von Kanye West &amp; adidas<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende sticht die Biene, so ein Berliner Sprichwort, und es sieht ganz danach aus, als ob die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen US-Megastar Kanye West und Sportswear-Gigant adidas kurz vor einem ebenso schmerzhaften Abschluss steht. Das Ungew\u00f6hnliche daran: der Rosenkrieg wird komplett \u00f6ffentlich ausgetragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer Kanyes Social Media Kan\u00e4le verfolgt, kam nicht daran vorbei. Seit Wochen rantet der K\u00fcnstler dort \u00fcber seine verschiedenen Partner aus der Fashionindustrie. Grundessenz: der mit einer (vielleicht mehr als) gesunden Portion Selbstbewusstsein ausgestattet Ye wirft seinen Gesch\u00e4ftspartnern vor, Entscheidungen zu den gemeinsamen Kollektionen ohne ihn getroffen zu haben, sowie Designs daraus in anderen Kollektionen der Marke aufzugreifen. Dieser Vorwurf richtet sich insbesondere an die deutsche Marke adidas, mit der West gemeinsam die Yeezy Sneaker Kollektionen releast.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.def-shop.com\/de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/BB_Beitragsbilder_Quer.jpg\"><img loading=\"lazy\" width=\"685\" height=\"456\" src=\"https:\/\/www.def-shop.com\/de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/BB_Beitragsbilder_Quer.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-30907\" srcset=\"https:\/\/www.def-shop.com\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/BB_Beitragsbilder_Quer.jpg 685w, https:\/\/www.def-shop.com\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/BB_Beitragsbilder_Quer-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 685px) 100vw, 685px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<h2>Artist Collabs im Allgemeinen<\/h2>\n\n\n\n<p>Von au\u00dfen nicht ganz einfach zu beurteilen, keine Frage. Vor allem, ohne Einblicke in das Vertragswerk der Collab zu werfen. Man kann sich das ganze Thema aber einmal anhand anderer Beispiele anschauen, die vielleicht R\u00fcckschl\u00fcsse darauf zulassen, was in so einem Vertrag stehen kann und vermutlich auch tut.<\/p>\n\n\n\n<p>Let\u2019s take a look at Travi$ Scott x Nike! Als konkretes Beispiel sei der Jordan 1 Mocha genannt, ein High-Top Sneaker mit einer definitiv wiedererkennbaren Farbgebung. Mega Hype, mega schnell sold out, mega re-sell Preise. So weit, so gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Brand wie Nike oder adidas macht so eine Collab aus verschiedenen Gr\u00fcnden. Einer ist Image, nat\u00fcrlich.<br>Der zweite sind die mit der Collab gemeinsam verkauften Produkte und damit pures Cash. Aber: diese Styles sind in der Regel ultra-limitiert. Bedeutet, nur ein Bruchteil der eigentlichen, potentiellen K\u00e4ufer bekommt die Chance, diese Produkte auch wirklich zu bekommen.<br>Und das f\u00fchrt zu Grund Nummer Drei: die Collabs sollen einen Farb- oder Designtrend ausl\u00f6sen, der die Brand direkt st\u00e4rkt. Und das geht nur, wenn es in den \u201cnormalen\u201d Kollektionen Farben und Designs gibt, von denen sich die Fans der Collab angesprochen f\u00fchlen. Deshalb fand sich nicht lange nach dem Travi$ Scott Jordan 1 Mocha eine sogenannte Take-Down Version, also eine abge\u00e4nderte Fassung des Sneakers in der regul\u00e4ren Nike Kollektion.<\/p>\n\n\n\n<h2>Ye &amp; adidas: Wie geht es weiter?<\/h2>\n\n\n\n<p>Man kann sich sicher sein, dass Nike sich hierf\u00fcr rechtlich abgesichert hat, und dass sich im Vertrag ein Passus exakt dazu findet. Ob das bei Kanye und adidas der gleiche Fall ist, kann man nat\u00fcrlich nicht mit Sicherheit behaupten.<br>Aber, vielleicht spricht es ja eine deutliche Sprache, dass Kanye den \u00f6ffentlichen Weg gegangen ist, statt das Thema direkt rechtlich zu kl\u00e4ren. Ein Schelm, wer B\u00f6ses denke \u2013&nbsp;m\u00f6chte er damit vielleicht \u00fcber den \u00f6ffentlichen Druck auf die Brand einen Willen durchsetzen, der eigentlich keine rechtliche Grundlage hat?<\/p>\n\n\n\n<p>Die wirklichen Hintergr\u00fcnde w\u00fcrden wir wohl erst bei einem Gerichtsprozess erfahren. Es ist aber schwer davon auszugehen, dass daran keine der genannten Parteien interessiert ist. Denn dabei w\u00fcrden zum Beispiel auch Details \u00fcber den Designprozess und die tats\u00e4chliche kreative Leistung von West beim Design der Sneaker ans Tageslicht kommen. Und wer sich ein wenig mit Sneakerdesign besch\u00e4ftigt, der wei\u00df, wieviel von Sneakerdesigner Steven Smith in den Yeezy Designs steckt. Das k\u00f6nnte also eher nach hinten losgehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie das eventuelle Ende der Collab zwischen adidas und Kanye West wohl ablaufen wird? Anything can happen with Kanye, das wissen wir alle.<br>Daher ist unsere einzige Prognose: Ihr werdet noch mehr Popcorn brauchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00e4rchen mit Crappy End? Das drohende Ende von Kanye West &amp; adidas Am Ende sticht die Biene, so ein Berliner Sprichwort, und es sieht ganz danach aus, als ob die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen US-Megastar Kanye West und Sportswear-Gigant adidas kurz vor einem ebenso schmerzhaften Abschluss steht. Das Ungew\u00f6hnliche daran: der Rosenkrieg wird komplett \u00f6ffentlich ausgetragen. 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